Literaturverzeichnis
Dieses Werk ist ein Akt der Synthese und schöpft aus Grundlagentexten der Ökonomie, Physik, Informatik, Geschichte und Philosophie. Dieses Literaturverzeichnis ist nicht nur als Liste von Belegen gedacht, sondern als Leitfaden für die weitere Beschäftigung mit den intellektuellen Säulen, auf denen seine Argumente ruhen.
Teil I: Der ökonomische Kanon & seine Kritiker
- Coase, Ronald H. "The Nature of the Firm." Economica, vol. 4, no. 16, 1937, pp. 386–405.
Coases revolutionäres Konzept der „Transaktionskosten“ liefert die klassische Erklärung für die Existenz der Firma. In Kapitel 11 fassen wir diese Einsicht durch die Linse der Informationsverarbeitung neu und argumentieren, die Firma sei ein „Motor der Ausführung“, der die Rechenkosten der Marktentdeckung minimiert. - Graeber, David. Bullshit Jobs: A Theory. Simon & Schuster, 2018.
Graebers grundlegendes Werk liefert die soziologischen Belege für die in Kapitel 4 diskutierte „Sinnkrise“ und die „Entflechtung der Arbeit“ im Kern von Kapitel 22. Es zeigt, dass das alte Paradigma schon lange vor der Intelligenz-Inversion daran scheiterte, Sinn zu stiften. - Hayek, Friedrich A. "The Use of Knowledge in Society." The American Economic Review, vol. 35, no. 4, 1945, pp. 519–30.
Hayeks bahnbrechender Aufsatz über das Preissystem als Mechanismus zur Koordination verstreuten Wissens ist die maßgebliche Beschreibung dessen, was wir in Kapitel 9 als Harmonischen Fluss identifizieren: die emergenten, strukturellen Kanäle von Vertrauen und Information, die eine komplexe Gesellschaft tragen. - Keynes, John Maynard. The General Theory of Employment, Interest and Money. Macmillan, 1936.
Der Grundlagentext der modernen Makroökonomie. Wir kritisieren sein Rahmenwerk als Gipfel des „mechanistischen“ Paradigmas, ein System aus Hebeln und Reglern, das unser Modell der Politik als Geometrie-Engineering ersetzen will. - Keynes, John Maynard. "Economic Possibilities for our Grandchildren." Essays in Persuasion, 1930.
Dieser erstaunlich hellsichtige Essay, der die psychologischen Herausforderungen einer Welt des Überflusses vorhersah, liefert den Eröffnungsrahmen für unsere Erkundung einer Welt jenseits der Knappheit in Kapitel 22: Nach der Ökonomie. - Kuznets, Simon. "National Income, 1929–1932". 73rd US Congress, 2d session, Senate document no. 124, 1934.
Kuznets schuf das BIP und warnte zugleich persönlich davor, es als Wohlfahrtsmaß zu verwenden. Seine hellsichtige Kritik ist das Fundament unseres Arguments in Kapitel 4: Das Dashboard des Wahnsinns und die Hauptmotivation für die Entwicklung des MIND-Dashboards. - Lee, Kai-Fu. AI Superpowers: China, Silicon Valley, and the New World Order. Houghton Mifflin Harcourt, 2018.
Lees maßgebliche geopolitische Analyse des KI-Wettlaufs zwischen den USA und China beschreibt die zentrale Dynamik, die wir in Kapitel 16 als den Pfad in die Zukunft der Großen Fragmentierung identifizieren. - Lucas, Robert E., Jr. "Econometric Policy Evaluation: A Critique." Carnegie-Rochester Conference Series on Public Policy, vol. 1, 1976, pp. 19-46.
Der mit dem Nobelpreis gewürdigte Aufsatz, der die mechanistische makroökonomische Modellierung verwüstete. Wir schlagen in Kapitel 13 vor, dass das Modell des Doppelmotors die erste vollständige, mechanistische Lösung der Lucas-Kritik ist. - Marx, Karl. Das Kapital, Volume 1. 1867.
Marx' grundlegende Kritik der selbstverstärkenden Natur des Kapitals liefert eine perfekte Beschreibung dessen, was wir in Kapitel 9 als Kreislauffluss identifizieren: die selbstverstärkende, akkumulative Dynamik nicht-rivaler Vermögenswerte. - Perez, Carlota. Technological Revolutions and Financial Capital: The Dynamics of Bubbles and Golden Ages. Edward Elgar Publishing, 2002.
Perez' grundlegendes Werk über die zyklische Natur technologischer Revolutionen prägt unser Argument in Kapitel 13, dass die Intelligenz-Inversion dieses historische Muster bricht und die Phasen der „Installation“ und der „Entfaltung“ zu einem einzigen, dauerhaften Übergang zusammenfallen lässt. - Piketty, Thomas. Capital in the Twenty-First Century. Translated by Arthur Goldhammer, Belknap Press, 2014.
Pikettys wegweisende empirische Studie der Ungleichheit identifizierte das Symptom (r > g). In Kapitel 10 liefern wir eine physikalische Diagnose und argumentieren, dass r die exponentiellen Erträge des Kreislaufflusses darstellt und g die linearen Erträge des Gradientenflusses. - Sahlins, Marshall. Stone Age Economics. Aldine Transaction, 1972.
Sahlins' Konzept der „ursprünglichen Wohlstandsgesellschaft“ liefert den historischen und anthropologischen Präzedenzfall für die postökonomische Welt, die wir in Kapitel 22 erkunden, und stellt den Mythos infrage, die Menschheit sei von Natur aus zu endloser Arbeit verdammt. - Smith, Adam. An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations. 1776.
Der Grundlagentext der klassischen Ökonomie. In Kapitel 9 positionieren wir Smiths „unsichtbare Hand“ neu als brillante Beschreibung des Gradientenflusses, des kompetitiven Austauschs knapper, rivaler Güter. - Zuboff, Shoshana. The Age of Surveillance Capitalism: The Fight for a Human Future at the New Frontier of Power. PublicAffairs, 2019.
Zuboff liefert die maßgebliche Chronik der extraktiven ökonomischen Logik, die wir als das letzte, am weitesten perfektionierte Geschäftsmodell der Dritten Ökonomischen Inversion einordnen, des Paradigmas, das jetzt zu Ende geht.
Teil II: KI, Alignment und die Zukunft der Intelligenz
- Bostrom, Nick. Superintelligence: Paths, Dangers, Strategies. Oxford University Press, 2014.
Bostroms grundlegendes Werk über das langfristige existenzielle Risiko durch AGI prägt unser Argument in Kapitel 14, wo wir sein philosophisches „Kontrollproblem“ als die unmittelbare, praktische Herausforderung der Alignment-Ökonomie neu fassen. - Suleyman, Mustafa. The Coming Wave: Technology, Power, and the Twenty-first Century's Greatest Dilemma. Crown, 2023.
Suleymans Insiderperspektive auf die immense Herausforderung, neue Technologien „einzudämmen“, beleuchtet das Problem, das unser Vorschlag eines Symbiotischen Staates lösen soll, und zeigt, dass bloße Eindämmung nicht ausreicht.
Teil III: Physik, Komplexität und Informationstheorie
- Barabási, Albert-László. Linked: How Everything Is Connected to Everything Else and What It Means for Business, Science, and Everyday Life. Basic Books, 2002.
Barabásis zugängliche Einführung in die Netzwerkwissenschaft liefert die wissenschaftliche Grundlage für unsere Analyse der Netzwerktopologie und der Potenzgesetz-Dynamik in Kapitel 10: Das Netzwerkgefängnis. - Prigogine, Ilya, and Isabelle Stengers. Order Out of Chaos: Man's New Dialogue with Nature. Bantam Books, 1984.
Das Werk dieses Nobelpreisträgers über Thermodynamik und selbstorganisierende Systeme liefert die zentrale physikalische Metapher für unser gesamtes Rahmenwerk, insbesondere den grundlegenden Kampf zwischen Intelligenz und Entropie, der in Kapitel 6 umrissen wird. - Shannon, Claude E. "A Mathematical Theory of Communication." The Bell System Technical Journal, vol. 27, 1948, pp. 379-423.
Das Gründungsdokument der Informationstheorie, das die mathematische Sprache liefert, die nötig ist, um die „Bit-Ökonomie“, die Physik des Intelligenz-Kapitals und die Dynamik nicht-rivaler Güter zu verstehen. - Taleb, Nassim Nicholas. Antifragile: Things That Gain from Disorder. Random House, 2012.
Talebs entscheidendes Konzept der Antifragilität prägt die Betonung der Resilienz in unserem Rahmenwerk. Wir argumentieren in Kapitel 8, dass Diversitäts-Kapital (D) die zentrale strukturelle Eigenschaft ist, die ein System antifragil werden lässt.
Teil IV: Philosophie, Geschichte und Regierungskunst
- Frankl, Viktor E. Man's Search for Meaning. Beacon Press, 1959.
Frankls tiefgründiges Werk über das Finden von Sinn im Angesicht des Leidens wird in Kapitel 22 als lebenswichtiger Leitfaden für die kommende Herausforderung zitiert, in einer Welt reibungsloser Bequemlichkeit Sinn zu finden. - Gatto, John Taylor. Dumbing Us Down: The Hidden Curriculum of Compulsory Schooling. New Society Publishers, 1992.
Gattos Kritik des modernen Bildungssystems liefert den zentralen historischen Kontext für unser Konzept der Fabrikschule in Kapitel 3. - Hobbes, Thomas. Leviathan. 1651.
- Locke, John. Two Treatises of Government. 1689.
- Rousseau, Jean-Jacques. The Social Contract. 1762.
Diese drei Grundlagentexte der modernen politischen Philosophie werden in Kapitel 14 als die Architekten eines Gesellschaftsvertrags analysiert, der für eine überholte Welt der Knappheit gebaut wurde. - Ostrom, Elinor. Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action. Cambridge University Press, 1990.
Ostroms mit dem Nobelpreis gewürdigtes Werk liefert starke Belege aus der Praxis für die Tragfähigkeit dezentraler, symbiotischer Governance-Modelle, die ein Eckpfeiler unseres Bauplans für eine neue Welt sind. Ihr Werk ist eine praktische Demonstration des Harmonischen Flusses. - Rawls, John. A Theory of Justice. Harvard University Press, 1971.
Rawls' Gedankenexperiment des „Schleiers des Nichtwissens“ liefert den expliziten ethischen Rahmen, der in Kapitel 14 verwendet wird, um die Prinzipien des Neuen Gesellschaftsvertrags aus ersten Prinzipien der Fairness herzuleiten.